Nachlese zum Workshop – von Irmgard Lemken

20. April 2015

Kategorien:Reiki-InfosWorkshop-Archiv

Liebe Reiki Freundinnen und-Freunde,

große Ereignisse werfen ihre Schatten nicht nur voraus, sondern auch hinter sich.
Ja, es war in der Tat ein großes Ereignis für uns, die wir am Jubiläumsworkshop zum 10 jährigen RVD Geburtstag in Gersfeld teilgenommen hatten.
Reiki mit Hand, Herz und Ohr: Der Titel des Programms sprach schon im Vorfeld für sich. Und nun, nachdem mich der Alltag wieder hat und die Eindrücke (und leider auch ein Virus..) etwas Zeit brauchten, um sich zu setzen, möchte ich zuerst den Organisatoren, insbesondere dem Präsidium, und allen, die durch ihre tatkräftiges Mitwirken für unvergessene Tage sorgten, von Herzen danke sagen: Dankeschön für dieses sehr gelungene Wochenende und eurer Engagement !

Ich bin mit durchweg positiven Gefühlen wieder auf Nordstrand angekommen und möchte ein kleines persönliches Resümee mit euch teilen:
Am Donnerstag machten Marita und ich uns zu nachtschlafender Stunde per Bahn auf den Weg in Richtung Rhön, in freudiger Erwartung. Schließlich sollte es ein außergewöhnliches Event werden. Ja, dieser Tag begann mit Schrecken…. Ich war in Husum in den Zug gestiegen, Marita sollte eine halbe Stunde später in Heide dazu kommen. Ich war einigermaßen irritiert, als der Zug die Station Heide verließ und keine Freundin weit und breit. Upps… Wir hatten uns verpasst. Nach etlichen Telefonaten hin und her -ich hatte unser gemeinsames Ticket in der Tasche- versuchten wir, nachdem wir uns endlich in Altona trafen- den Fahrschein umschreiben zu lassen, denn der Anschlusszug war verpasst und wir benötigten ein neues Ticket und uns wurde schon ganz mulmig, als wir den Preis dafür erfuhren. Doch dann: Eine freundliche Bahnmitarbeiterin schrieb uns unbürokratisch das Ticket um, ohne Aufpreis! Da sag noch mal einer was über die Bahn. Und wir waren -Gerade heute- so dankbar!
Mit herzlichen Umarmungen und erfreuten Wiedersehensgelächter begann der Freitag für die Reiki-Meister. Für den RVD war es das erste Mal, vor Beginn des Workshops Meisterstunden zu veranstalten. Der Bürgersaal der Stadthalle war einladend hergerichtet. Angelika Gray hatte mit ihren kreativen Händen eine ansprechende Willkommensatmosphäre gezaubert:10 Jahre RVD stand in großen Buchstaben auf einem Plakat. („Ein Organisationstalent vor dem Herrn,“ freute sich Regina)

Meditation und Klang auf Meisterebene: Dieses Thema wurde uns auf ganz besondere Weise durch Brigitte Trumpf aus Gersfeld und Peter Mascher aus Krefeld nahe gebracht. Unterstützung erhielten sie von Maria Kathleen Zorn, ebenfalls aus Krefeld. Peter entführte uns auf eine meditative Traumreise, die von Brigitte und ihrem Gong meisterhaft begleitet wurde. Ich hatte bisher nie so einen großen Gong tönen gehört und war sehr überrascht, wie deutlich ich die tiefe Schwingung, und vor allem das auf und abschwellen spürte. Mit einem Gefühl, als würde jede Körperzelle in Schwingung gebracht, schien der Saal zu vibrieren. Welch kraftvolle Wirkung spirituelle Klänge haben können, wurde besonders bei den Partnerübungen deutlich, die Peter uns zeigte: Die Fingerspitzen gegenüberstehend aneinanderlegen, die Augen geschlossen halten und spüren…
„Ich fühle mich wie auf einem Segelboot“, sagte Doris .Welche intensiven Gefühle und Empfindungen Klänge auslösen können, wurde im anschließenden Gespräch deutlich. Und auch, wie unterschiedlich die Reaktionen sein können: „Wunderbar, getragen, beschützt, entspannend“ -aber auch „schmerzhaft, kaum auszuhalten, bedrohlich“. Regina teilte mit uns ein tiefes Erlebnis.
Die Energiewellen im Saal waren für mich körperlich spürbar.
Die Klangebene sei die Sensibelste, erklärte uns Peter. „Es gilt, was in uns ist, ist, auf eine andere Weise zu begreifen.“
Noch jetzt, beim Schreiben, denke ich an diesen starken Resonanzraum und ich war dankbar für den gemeinschaftlichen Energiekreis. Jeder durfte seine Empfindung in die Runde geben .Als Peter plötzlich eine kleine Spieluhr hervorzauberte gab es kein Halten mehr: Diese Klänge lösten fröhliches Umhertanzen aus.

Märchen und Reiki: Heilen mit Traumbildern
Auf eine wahrlich magische Reise in die Welt der Märchen nahm uns Maria-Kathleen Zorn mit. Wer bis zu diesem Tag annahm, Märchen seien nur für Kinder, der war absolut auf dem Holzweg. Die geprüfte Märchen- Erzählerin und- Therapeutin faszinierte ganz Besonders und ich vermute, dass es wohl niemanden im Raum gab, der nicht von ihrer anmutigen Art, frei zu erzählen, ihrer Stimme und Gestik verzaubert wurde. Während der Geschichte über die Japanerin Akiko herrschte aufmerksame Stille. Maria Kathleen präsentierte die Erzählkunst auf eine Art und Weise, die es uns Zuhörern leicht machte, gespannt zu lauschen. Und so konnte anschließend gemeinschaftlich herausgearbeitet werden, welche Gefühle Märchen auslösen können und welche persönlichen Alltagsituationen übertragbar sind. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der lila Wolf mit seinen Wolfswimpern. Wer in ihrem Besitz ist, hat die Fähigkeit, den Menschen hinter seiner Fassade zu erkennen. Der Vergleich mit unseren Reiki Händen kam mehreren Zuhören in den Sinn. Ich hätte noch stundenlang lauschen können….

Living-Reiki Table:

Living Reiki-Table


„Neee…ich glaub, das ist was Komisches, da will ich lieber nicht mitmachen“ sagte eine Teilnehmerin.“ „ Ja, “ pflichtete eine Kollegin bei, “ sie haben gesagt, acht sitzen und einer kniet sich drauf!“????
Zugegeben –ich hatte auch keine Ahnung, wie das ablaufen würde. Reiki Austausch, okay. Prima! Soviel war angekommen. Liegen wurden allerdings keine aufgestellt. Merkwürdig!? Vielleicht auf dem Fußboden??
Also: Acht oder mehr Reiki Geber sitzen sich mit verschränkten Knien gegenüber ( Angela -ich seh, dass du jetzt grinst!) und der oder die jenige, die Reiki bekommen soll, wird sanft und sicher von den Oberschenkeln getragen. Und: Hands on-Reiki on! Ich sag euch, da steht niemand freiwillig auf. Das Gefühl von Getragensein ist einfach genial! Wer es sich nicht vorstellen kann: Fotos gucken! Purer Reiki-Luxus !

Workshops
Nach einer morgendlichen Meditation gings „an die Arbeit.“
An vier Arbeitstischen hatten die Referenten ihre Themen für uns vorbereitet.
Und wenn ich hier vorbereitet schreibe, ist es absolut untertrieben. Super vorbereitet, mit viel Engagement und Fachwissen ist treffender.

Wie finde ich meinen Heilstein?
Nicole Neuerer, die“ Steineflüsterin“ imponierte mit dem Thema:Wie finde ich meinen Heilstein? Einen Stein aus einem großen Korb blind herausfischen, war eine einfache, aber auch verblüffende Möglichkeit. Zog doch fast jeder den zu ihm passenden … Nicole blieb keine Frage schuldig, gab praktische Tipps -z.B. einen flachen Heilstein mit Tape auf ein schmerzendes Knie kleben – Zum Reinigen und Wiederaufladen ebenso wie besondere spezielle Empfehlungen: zum hormonellen Ausgleich die gleichzeitige Verwendung von Muskatellasalbeiöl und Mondstein oder einem Tsesit.

Reiki und Aura
Die Aura wahrnehmen –bei sich selbst und bei anderen- nicht jedem ist diese Praxis geläufig. Aber dank unserer Schriftführerin Margret klappt’s nun etwas besser! Mit praktischen Übungen- auch an der frischen Luft – spürten und fühlten wir, umschrieben unsere Wahrnehmungen und stellten Fragen ohne Ende, die Margret geduldig und kompetent beantwortete. Und nahmen unter anderem eine besonders wichtige Essenz mit: Alles, was Freude macht, stärkt die Aura.
Also hatte dieser Frühjahrsworkshop zweifellos eine gesundheitsfördernde, weil Aurastärkende Wirkung!

Reiki-Positionen
In diesem Arbeitstisch wurde deutlich, dass trotz vieler Jahre Reikipraxis großer Gesprächsbedarf besteht: Wie und warum halte ich diese Position für geeignet und warum wird jene Position unterschiedlich gelehrt? Und: darf ich tatsächlich nicht die Wirbelsäule berühren?… Es ist nur ein Bruchteil aller Fragen, die an Petra gestellt wurden. Es entstand ein reger Austausch, der zeigte, dass manche Unsicherheit durch ein vertrauensvolles Gespräch beseitigt werden kann. Das Fazit in unserer Gruppe: Es gibt keine “nur Richtige oder falsche Position. Ich bin sehr dankbar für diesen hilfreichen Workshop!
Reiki-Talk: „Tradition und Moderne“
„Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weiterreichen des Feuers“. Oliver Klatt als Referent brachte es treffend auf den Punkt. In dieser Runde trafen sich nach einigen Jahren erstmalig die beiden „ Reiki-Talker“ Oliver Klatt und Jürgen Kindler wieder. Ihr gemeinsames Ziel: die Menschen zusammen zu bringen. Auch in dieser Gruppe entwickelte sich eine rege Diskussion, in die persönliche Erfahrungsberichte und Standpunkte ihren Raum fanden. Dem RVD bescheinigte Oliver Klatt „eine sehr große Breite und Offenheit.“ Einige Teilnehmer berichteten über ihre Erfahrungen im Bereich der Akzeptanz von Reiki in der Öffentlichkeit, und dass sie es teilweise als schwierig empfänden, Reiki anzubieten. “Wir müssen nicht jeden missionieren,“ so Jürgen Kindler. Und mit einem Augenzwinkern: „Es gibt auch außerhalb von Reiki viele gute Menschen.“ Ein Wort, welches häufig benutzt wurde, war: Toleranz. Regina fand dazu ein passendes Bild: „ Aus einem großen Topf bunter Gemüsesuppe pick ich mir das raus, was mir schmeckt…“

Dank des rotierenden Systems hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit an allen Workshops teil zu nehmen.

Reiki und Systemische Arbeit
Christine Hartmann (u.a. Psychologische Beraterin mit langjähriger Berufserfahrung) demonstrierte uns eindrucksvoll in ihrem Vortrag an Hand praktischer Beispiele, wie die Systemische Lösungsarbeit möglicherweise für einen Klienten aussehen und welche Chance sie bietet, den eigenen Standpunkt in einem System (z.B. Familie oder am Arbeitsplatz) zu finden und mit Hilfe eines „Stellvertreters“ (Rolf Blum) zu erkennen und zu harmonisieren. Rolf unterstützte zusätzlich mit Reiki. „Mit der systemischen Lösungsarbeit können Menschen Veränderungen in von ihnen als einschränkend angesehenen Mustern und Ideen herbeiführen. Sie können die Wahlmöglichkeiten erhöhen- und es gibt nicht nur einen Weg.“ Wer mehr Informationen möchte, hat die Möglichkeit dazu über Rolfs Website .
Jetzt hab ich eigentlich schon viel zu viel geschrieben, trotzdem möchte ich noch gerne einige Original-Kommentare des Abschlussresümees loswerden:

Peter und Maria-Kathleen : Wir wurden reich beschenkt. Reiki ist hier in jedem fest verankert
Margret: Tolle Mitarbeit der Teilnehmer!
Gerlinde: Großes Lob an alle Referenten!
Michaela: Als Anregung- vielleicht am Freitag etwas später beginnen?
Angela: Auch Kritik ist wertvoll- im Überschwang nicht zu vergessen.
Claus: Mitglied zu werden war eine gute Entscheidung für mich. Meine Reikifamilie ist gewachsen
Regina: Die Teilnehmer haben den Workshop getragen. Die Arbeit für die
Gemeinschaft macht mir großen Spaß.
Johannes: Ich fühlte mich trotz anderer Meinung zu einem Thema doch umarmt.
Annette: Ich bin begeistert von der Atmosphäre hier. Es waren wunderschöne Tage .
Josef : Wenn die Reikigemeinschaft hier so etwas Positives schafft , kann sich das nur gut auf die Welt auswirken!

Feier zum 10 jährigen Jubiläum

Festlich wurde es Abends: Jeder Teilnehmer bekam zur Begrüßung ein brennendes Teelicht in die Hand und schon der Einzug in den Saal bot eine entspannte Atmosphäre und sollte versinnbildlichen: Wir möchten das Licht weitertragen . Regina und Rolf in ihren Eigenschaften als Präsidentin und Vizepräsident konnten nach einem kleinem Feuerritual durch Rolf und Peter auch offizielle Gäste der Stadt begrüßen: Steffen Korell als Bürgermeister mit seiner Ehefrau und Uli Dickas als Tourismusdirektor. Dass Gersfeld sich inzwischen zur „heimlichen Reikihauptstadt“ entwickelt habe, sei insbesondere Brigitte und Hans Trumpf zu verdanken, die zusammen mit Jürgen Kindler vor vielen Jahren den Anstoß dazu gaben. „Die Reikileute sind in Gersfeld schon fast Familie“, lobte der Tourismuschef. Für ihn passe die natürliche Energie sehr gut in das heutige Leben, und man könne sich damit identifizieren.
O-Ton: „ Wir freuen uns sehr, heimliche Reikihauptstadt zu sein und wir möchten Reiki weiterhin als Bestand dieses heilklimatischen Kurortes sehen.“ Noch ein Satz ist mir in Erinnerung geblieben: „Reiki als Lebensweg im Herzen kann nur gut sein.“
Ich finde, der RVD hat allen Grund stolz zu sein, auf diese Komplimente!
Inzwischen hat der Verband 166 Mitglieder in fast allen Bundesländern .
Regina erinnerte an die Gründung am 11. März 2005 in Rheinland-Pfalz.

Glückwünsche überbrachten auch Oliver Klatt als Herausgeber des Reiki Magazin und Angela Zellner für den ProReiki Berufsverband und die RAD. Beide bedankten sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Zwei ganz spezielle Ehrengäste überraschten uns schließlich:
Professor Dr. Dr. hc. Horatio Vielstein , ein bekannter und viel beachteter Energieforscher, war eigens weit angereist, um an Hand eines Mediums die universelle Energie für das Auge sichtbar zu machen und zu beweisen . Dass Genie und Wahnsinn dicht beieinander liegen wurde schon auf den ersten Blick deutlich, wie ihr auf den Fotos erkennen werdet …Und auch das Medium Frau Charmanta Schrill, ganz von pulsierender Energie durchdrungen , mit rotierenden, blinkenden Chakren bot eine überaus imposante Erscheinung, Nach der ersten Verblüffung und einigen Explosionen gab’s einen Riesenbeifall für diese absolut bühnenreife Schauspielkunst unserer Präsidentin und der ProReiki Vorsitzenden. Zum Schreien komisch und ein Angriff auf sämtliche Lachmuskeln. Unglaublich! Möglicherweise gibt’s ein Video???

Was Reiki für jeden bedeutet, konnte später kreativ ausgedrückt werden: Kunstvolle Symbole entstanden aus bunter Knetmasse.

Es gäbe sicher noch etliches mehr zu berichten, ich möchte den Rahmen nicht sprengen…
Vielleicht mag noch jemand etwas schreiben?
Ein kurzer Bericht über die Jahreshauptversammlung folgt.

Reiki mit Hand, Herz und Ohr :
Gerade heute bin ich dankbar:
Für die tolle Organisation, die spannenden Gespräche, den Austausch, respektvolle Kritik, die Toleranz ,die Musik , die Freude, gemeinsames Lachen, Achtsamkeit, viele Umarmungen und nicht zuletzt für das Vertrauen und die Offenheit.

Wir sehen uns zum Herbstworkshop in Sandkrug!

Herzliche Grüße von der Nordseeküste
Irmgard Lemken